Kletter-ABC

Kletter-ABC

Hier werden einige Begriffe aus der Kletterwelt einfach und verständlich beschrieben.
Diese Rubrik wird laufend erweitert.

AF- Stil

AF steht hier für "alles frei". Das Ruhen in den Sicherungspunkten ist erlaubt. Dies ist wohl der einfachste, aber vielleicht nicht gerade der spannenste Kletterstil.


Bouldern

Bouldern nennt man das Klettern ohne Seil an einem Felsbrocken auf Absprunghöhe. Damit sich der Boulderer nicht verletzt, wenn er runterfällt, wird unten am Fels eine Matte positioniert. Zusätzlich kann er von seinem Partner "gespottet" werden. Spotten bedeutet, dass sich eine zweite Person mit ausgestreckten Armen direkt unter den Kletterer stellt und ihn so während eines Sturzes zumindest etwas abbremsen und ihn auf die Matte lenken kann. Zunehmend stösst auch das Bouldern in den Hallen auf grosses Interesse von angefressenen Freaks, die auch an den künstlichen Griffe ihre Kraft und Koordination beweisen möchten.

Bewertungen bein Bouldern
Wie auch beim Klettern mit Seil, gibt es für das Bouldern ebenfalls eine Schwierigkeitsskala, mit der die verschiedenen "Boulderprobleme" (= Kletterrouten) bewertet werden. Das erste Bewertungssystem für das Bouldern wurde vom John Gill
eingeführt und reichte von B1 bis B3. Später wurden dann weitere Skalen mit mehrerer Unterteilungen eingeführt, wie zum Beispiel die "V-Skala" oder die "Fb-Skala".

Ausrüstung beim Buldern
Wer Bouldern möchte, braucht eigentlich nicht viel an Ausrüstung. Es reichen Kletterschuhe, Chalkbag (=Magnesium) und ein sogenanntes "Crashpad" (=Bouldermatte).

Schwierigkeits-Skala beim Bouldern


Eispickel

Ein Eispickel braucht man hauptsächlich beim Eisklettern. Aber auch auf Hochtouren oder Gletscherwanderungen kann dieses Gerät sehr hilfreich sein und in Notsituationen sogar Leben retten. Mit der richtigen Technik kann man sich damit selber retten, zum Beispiel beim Ausrutschen auf Eis oder Schnee. Aber auch bei einem Sturz in eine Gletscherspalte, kann man mit einem Eispickel sich selber oder andere Menschen retten. Auch dieses Werkzeug ist nur sinnvoll, wenn man genau weiss, wie man es in bestimmten Situationen einsetzen muss. Das lernt man am besten in einem entsprechenden Kurs mit einem ausgebildeten Bergführer.

Der erste Eisbickel
Der erste Eispickel, der im alpinen Bereich eingesetzt wurde, entstand aus einem einfachen Küchenbeil. Früher wurden die Geräte noch von Hand geschmiedet und laufend verbessert. Heute gleichen moderne Eispickel einem Präzisionswerkzeug, das so ziemlich alles aushält. Auch müssen diese entsprechenden Normen aufweisen und bestimmte Tests bestehen. Man unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Normen: Die sogenannten "B-Geräte" (Basisgeräte) und die "T-Geräte" (Technische Geräte). Die Technischen Geräte sind speziell für den Extremeisatz, wie zum Beispiel das Eisklettern, geprüft und sind für höheren Anforderungen angelegt.
Schon viele Bergsteiger und Tourengänger verdanken diesem vielseitig einsetzbaren Werkzeug ihr Leben.

Welche Eisbickel gibt es?
Eispickel sind in mehreren Varianten erhältlich, die je nach Anwendungszweck entsprechend angepasst sind. Bei einigen ist zum Beispiel der Schaft mehr gebogen, was einen besseren Komfort beim Eisklettern ermöglicht. Bei anderen, etwas teureren Modellen kann man verschiedene Hauen montieren oder auswechseln. Eisgeräte können rückseitig mit Schaufel oder Hammerkopf ausgestattet sein. Der Hammer diente früher zum Einschlagen von Eisnägeln. Heute werden aber nur noch die modernen und sicheren Eisschrauben eingesetzt.


Eisschrauben

Eine Eisschraube ist nicht etwa eine Schraube aus Eis, im Gegenteil - man schraubt diese natürlich in das Eis. Eisschrauben werden hauptsächlich beim Eisklettern, aber auch auf Hochtouren eingesetzt, wo man teilweise durch dickes Eis oder über Gletscher wandert. Wie bei allen Sicherungsgeräten und Werkzeuge, muss auch der Umgang mit Eisschrauben vor der Anwendung geschult werden. Die ersten Eisschrauben wurden 1924 bei der Erstbegehung der Nordwestwand des Großen Wiesbachhorns (Salzburg, Österreich) verwendeten. Im Gegensatz zu den heutigen Schrauben, mussten diese jeweils mühsam wieder aus dem Eis geschlagen werden.

Wozu braucht man eine Eisschraube?
Eischrauben werden zum Beispiel eingesetzt, um auf vereistem Grund einen Standplatz aufzubauen. Meistens sind dazu zwei Schrauben nötig. Man mag es vielleicht nicht glauben, aber zwei solche speziellen Eisschrauben halten ein Gegengewicht von 1'500 kg problemlos aus (vorausgesetzt, sie wurden richtig montiert!). Und da muss man schon genau wissen, was man tut, denn meistens hängt dann dein Leben von dieser Sicherung ab. Auf Sicherheitsrisiken und Anleitungen zur Verwendung von Eisschrauben wird hier bewusst nicht weiter eingegangen. Um den Umgang mit solchen und ähnlichen Werkzeuge zu beherrschen, empfehle ich dir zum Beispiel ein Grundkurs für Hochtouren zu besuchen.

Wozu braucht man eine Eisschraube?

Eischrauben werden zum Beispiel eingesetzt, um auf vereistem Grund einen Standplatz aufzubauen. Meistens sind dazu zwei Schrauben nötig. Man mag es vielleicht nicht glauben, aber zwei solche speziellen Eisschrauben halten ein Gegengewicht von 1'500 kg problemlos aus (vorausgesetzt, sie wurden richtig montiert!). Und da muss man schon genau wissen, was man tut, denn meistens hängt dann dein Leben von dieser Sicherung ab. Auf Sicherheitsrisiken und Anleitungen zur Verwendung von Eisschrauben wird hier bewusst nicht weiter eingegangen. Um den Umgang mit solchen und ähnlichen Werkzeuge zu beherrschen, empfehle ich dir zum Beispiel ein Grundkurs für Hochtouren zu besuchen.

Was ist speziell an einer Eisschraube?

Dass die Eisschraube nicht mit einer gewöhnlichen Holzschraube zu vergleichen ist, merkt man schon am Preis. Denn eine Eisschraube kostet zwischen 60 und 70 Franken. Dafür haben die besseren Modelle gleich noch eine Kurbel für das Eindrehen. Eischrauben haben eine lange Lebensdauer, wenn man sie richtig behandelt. Wenn die Zacken stumpf sind, muss man diese mit einer Feile nachschleifen.

Eisschraube (Detail)


Flash- Begehung

Wie im Rotpunkt- Stil, musst du für ein "Flash" die Route ohne Sturz und Pause schaffen. Auch darfst du die Route vorher studieren oder Tipps darüber einholen. Im Gegensatz zur Rotpunkt- Begehung musst du die Route jedoch im ersten Versuch schaffen, sonst gilt diese nicht als "Flash" geklettert.


Free Solo

Im Free Solo wird ohne Sicherung oberhalb der Absprunghöhe geklettert. Natürlich ist so was lebensgefährlich und sehr riskant. Darum ist diese Kletterform bestimmt nichts für Anfänger! Der Kletterer muss die Route genau kennen und die Gefahren sehr gut einschätzen können. Free Solo wird oft mit dem Freiklettern gleichgestellt, wobei beim Freiklettern mit Sicherungen, jedoch ohne Hilfsmittel, geklettert wird.


Freiklettern

Das Freiklettern wird oft mit "Free Solo" verwechselt, wo ganz ohne Sicherungen geklettert wird. Als Freiklettern bezeichnet man das Klettern am Fels oder an einer künstlichen Wand, ohne Hilfsmittel. Das Fortbewegen ist nur mit den Füssen und Händen erlaubt. In diese Kategorie gehört zum Beispiel das Sportklettern, Alpinklettern und das Bouldern. Beim Sportklettern wird mit Seil und Expressen gesichert. Das Wort "Frei" bedeutet hier also nicht "ohne Sicherung", sondern sich ohne technische Hilfsmittel fortzubewegen. Daraus lässt sich schliessen, dass zum Beispiel die Begehung eines Klettersteiges nicht als Freiklettern bezeichnet werden kann. Denn dort hat es meistens viele Hilfsmittel im Fels, die das Begehen wesentlich erleichtern.
Das Freiklettern wurde um 1890 das erste Mal in der Sächsischen Schweiz angewendet und entwickelte sich seitdem immer weiter zum modernen Sportklettern. Zu Beginn der dortigen Klettertradition seit 1864 waren zunächst noch künstliche Hilfsmittel wie Leitern und Metallstifte verwendet worden.


Onsight- Begehnung

Wenn du eine unbekannte Route ohne Pause an den Zwischensicherungen im ersten Versuch ohne Sturz gemeistert hast, dann hast du die Route "onsight" geklettert und kannst sehr stolz auf dich sein. Wichtige Voraussetzungen: Du darfst die Route vorher nicht studieren und es darf dir vorher auch niemand einen Tipp geben, sonst gilt die Rote nicht offiziell als "onsight" geklettert! Egal, ob in der Halle, am Fels oder beim Bouldern - es gelten immer die gleichen Regeln. Viele Kletterer und Boulderer träumen von einer "Onsight-Begehung" - einige schaffen es auch.


Rotbunkt- Begehung

Schaffst du es, eine Route ohne in den Zwischensicherungen zu ruhen und ohne Sturz zu klettern, hast du diese im "Rotpunkt- Stil" gemeistert. Dieser Kletterstil gilt als Standartstil beim Sportklettern. Im Gegensatz zum "Onsight", ist es hier erlaubt, die Route und die nötigen Züge vorher auszuprobieren und zu studieren. Auch sind mehrere Versuche gestattet.
Die Ursprüngliche Idee für die Rotpunkt- Begehung war eigentlich, die Route so zu klettern, als ob man gar nicht gesichert wäre.


Seildehnung

Bei Seilen unterscheiden wir zwischen statischen und dynamischen (dehnbaren) Seilen. Ein Kletterseil muss in jedem Fall dehnbar sein, da du sonst bei einem Sturz so hart abgebremst würdest, dass du dich verletzten würdest. Die normale Dehnung (ohne Sturz) beträgt bei einem Kletterseil mit 80 kg Gewicht etwa 10%.
Die Fallsturzdehnung eines Kletterseils wird nach der EN-Norm im ersten Fallsturz gemessen und darf höchstens 40% betragen. Der typische Wert eines Kletterseiles bei einem durchschnittlichen Sturz liegt etwa bei 28-35%. Auch die Umlenkung, Sicherungen (Expressen), und das Sicherungsgerät nehmen einen Teil der Energie auf. Zur Seildehnung muss immer auch das Schlappseil und die Reaktion der sichernden Person dazugerechnet werden, damit der Kletterer nicht auf den Boden fällt!

Dehnung beim Kletterseil


Speedklettern

Bei dieser Disziplin geht es darum, möglichst schnell eine vorgegebene Route zu klettern. Häufig werden in Hallen spannende Speedkletter-Wettkämpfe durchgeführt. Dabei klettern zwei Teilnehmer gleichzeitig auf zwei indentischen Routen nebeneinander. Der schnellere gewinnt. Auch am Fels wird versucht, eine bestimmte Route in möglichst kurzer Zeit zu klettern. Logischerweise gerät man da schon mal unter Zeitdruck, wen man schneller sein will, als die Konkurenz. Aber im Allgemeinen gilt beim klettern: Lieber langsam, dafür sicher!

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