Husky-Trekking

Husky-Trekking Ibergeregg am 20./21. Juni 2015

Wer gerne wandert und Huskies mag, der sollte unbedingt einmal das Husky-Trekking ausprobieren. Genau das habe ich auch gemacht und erzähle euch jetzt einmal, was ich dabei so alles erlebt habe. Übrigens: Bei dieser Sportart unternimmt man mit einem Husky an der Leine eine Wanderung, die durchaus auch etwas anspruchsvoll sein darf. Wie ihr bald erfahren werdet, ist eine solche Tour alles andere als langweilig. Wenn es nicht zu warm ist, macht es auch den Hunden grossen Spass, denn die wollen ja nicht nur im Winter beschäftigt werden.

Diese Tour ist geeignet für Erwachsene mit einigermassen guter Kondition und guter Trittsicherheit beim wandern in steilen und nassen Gebieten.
Zu buchen bei
huskyevent.ch2-Tages-Trekking

Die Tour

Unsere geplante 2-Tagestour führt uns durch das wunderbare Naturschutzgebiet in der Ibergeregg. Übernachtet wird in einer schönen Alphütte, nicht weit vom Startpunkt in Oberiberg. Die etwa 1-Stündige Wanderung am Samstag, dient vor allem dazu, sich einmal an seinen kräftigen Begleiter zu gewöhnen. Die Leine vom Hund befestige ich am Bauchgurt, so habe ich die ganze Zeit die Hände frei. Schon bald spüre ich die Kraft des Hundes, der natürlich ziehen will, wie er es sich vom Schlittenziehen auch gewohnt ist. Nur geht es halt zu Fuss nicht ganz so schnell voran, aber bergauf ist die starke "Lokomotive" vorne schon eine Hilfe. Die erste kleine Etappe haben wir schnell erreicht. jetzt können wir noch den wunderschöne, verregnete Abend am Lagerfeuer mit gegrilltem Fleisch geniessen. Dann machen wir es uns in der gemütlich eingerichteten Hütte bequem, gönnen uns noch eine Kaffee und freuen uns auf den nächsten Morgen. Eigentlich soll es ja dann etwas sonniger sein. Die Hunde dürfen draussen schlafen, ihnen macht auch der Regen nichts aus.
Am zweiten Tag unternehmen wir dann eine längere Tour durch das Moorgebiet. Weil es auch immer noch regnet, werden wir von oben und unten ziemlich nass. Aber das macht uns nichts aus und die Hunde sind umso fitter, weil es nicht so heiss ist. Der Weg ist meistens sehr schön angelegt und an den sumpfigen Stellen geht man über Holzstege. Nur sind diese halt wegen der Nässe ziemlich rutschig. Wenn dann noch einer mit gefühlten 100 Kg an der Leine zieht, dann muss man sehr aufpassen, dass man nicht auf den Hinter fällt. Ein Husky, der kennt nichts, er springt locker über kleine Bäche, stampft furchtlos durch Wasser und Matsch oder kraxelt elegant über grosse Steine oder durch enge Stellen. Bergab komme ich dann ganz schön ins Schwitzen, weil mein Begleiter leider keine Bremse hat und ich mehr oder weniger durch den nassen Sumpf gezogen werde. Aber er hat dann doch noch erbarmen und wartet ab und zu auf mich. Übrigens, "Er" heisst Amarok und ist ein sehr lieber und starker Husky. Er hört sogar auf meine Kommandos. Nach ein paar Umwegen und ca. 6 Stunden wandern durch eine sehr schöne Landschaft, erreichen wir dann wieder unser Ausgangspunkt. Unsere Hunde werden im Zwinger von ihren Kollegen freudig und mit viel Gejaule empfangen. Dann gibt es ein feines Essen, natürlich zuerst für die Vierbeiner.. Wie ich befürchtet hatte, fällt mir auch heute wieder der Abschied von den Tieren sehr schwer. Aber auch die beiden menschlichen Begleiter sind mir ans Herz gewachsen. Aber ich komme sicher wieder einmal :-))

Besondere Erlebnisse

Wenn man mit Huskies etwas unternimmt, kann man fast immer damit rechnen, irgend etwas besonderes zu erleben. Irgendwas, womit man ganz sicher nicht gerechnet hat. Auch ich habe bei dieser Tour so einiges erlebt.

Schafe
Ziemlich abenteuerlich wird es, wenn man mit einem Husky bei einer Schafsherde vorbei muss. Plötzlich sehen wir am Weg vor uns ca. 100 Schafe, die bis jetzt noch friedlich auf der Wiese weiden. Wie zu erwarten, werden aus unseren sonst so lieben Hukies sofort zwei bedrohliche Jagdhunde, die mit vollem Einsatz von Kraft und Gejaule versuchen, ein Lamm zu erbeuten. Also ein durchqueren der Herde ist ohne ein Desaster nicht möglich. Dann machen wir halt einen kleinen Umweg und machen einen weiten Bogen um die verlockenden Lammkeulen.

Kühe
Wie reagiert ein Husky, wenn er Kühe sieht? Also die Kühe scheinen unsere Huskies richtig zu mögen, denn sie spazieren uns neugierig hinterher. und verfolgen uns ein Stück lang. Die Hunde schauen nur ab und zu etwas verwirrt zurück, aber offenbar haben sie doch eher Respekt vor den grossen Kühe.

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